Lindenthaler Grüne gegen Bebauung von Garten Müller

Auf ihrer Ortsmitgliederversammlung am 11. Juni 2026 haben die Grünen im Bezirk Lindenthal folgenden Beschluss gefasst:

Die Lindenthaler Grünen sprechen sich gegen die Bebauung des Geländes von Garten Müller aus. Die gesamte Fläche soll Teil des zu realisierenden Grünzugs West sein.

In der Begründung wies Andreas Haenlein als Antragsteller darauf hin, dass die Umsetzung des Grünzugs West bereits Bestandteil des Grünen Kommunalwahlprogramms 2025 war. Gerade für eine wachsende und zunehmend von Hitze belastete Stadt wie Köln seien Grün- und Freiflächen von zentraler Bedeutung für Klima, Naherholung und Lebensqualität.

Zudem erinnerte er daran, dass in der Vergangenheit bereits Teile des ursprünglich geplanten Grünzugs West durch Bebauung verloren gegangen seien. Die verbliebenen zusammenhängenden Freiflächen müssten deshalb dauerhaft gesichert werden.

Besonders hervorgehoben wurde die ökologische und soziale Bedeutung der Flächen in Köln-Weiden. Sie dienten als Frischluft- und Kühlungsräume bei zunehmender Hitzebelastung, als natürliche Rückhalteflächen bei Starkregen sowie als wichtige Naherholungsgebiete für die Bevölkerung. Eine weitere Versiegelung würde die Folgen des Klimawandels vor Ort zusätzlich verschärfen.

Es wurde außerdem darauf verwiesen, dass die Ansiedlung des Gartenbetriebs seinerzeit nur unter besonderen Ausnahmeregelungen genehmigt worden sei. Den Bürgerinnen sei damals zugesichert worden, dass die Fläche nach Aufgabe des Betriebs renaturiert und wieder dem Grünzug zugeführt werde. Dieses Versprechen müsse nun eingehalten werden.

Gleichzeitig wurde betont, dass die angespannte Wohnraumsituation in Köln ausdrücklich anerkennt werde. Neuer Wohnraum werde dringend benötigt, sollte jedoch an anderer Stelle und nach ökologischen Kriterien insbesondere im gemeinnützigen Wohnungsbau geschaffen werden.

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

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