Sehr geehrte Redaktion,
nachfolgend mein Leserbrief zu dem Artikel "Linke stellt Alternative für Ost-West-Achse vor“ aus dem KStA vom 16.02.2024 von Ingo Hinz:
"Bei der Diskussion um einen neuen U-Bahn-Tunnel in der Innenstadt gerät leicht aus dem Blick, welche tiefgreifenden Auswirkungen der Einsatz 90 Meter langer Stadtbahnen auf der Linie 1 für die restliche Strecke hätte. Entlang der Ost-West-Achse müssten alle 37 Haltestellen von Weiden West bis Bensberg umgebaut werden. Das wäre nicht nur teuer, sondern auch langwierig. Als Bürgerverein setzen wir uns seit Langem dafür ein, dass endlich jeder Zug der Linie 1 bis zur Endhaltestelle Weiden West durchfährt - und zwar in einem kurzen, attraktiven Takt. Es ist zu befürchten, dass bei einem Einsatz von 90-Meter-Bahnen der Takt vor allem in den Randbezirken und außerhalb der Stoßzeiten weiter ausgedünnt würde. Schließlich können mit einer 50 Prozent längeren Stadtbahn rechnerisch auch 50 Prozent mehr Fahrgäste befördert werden; es könnten also weniger Züge für das gleiche Fahrgastaufkommen eingesetzt werden. In Zeiten des Fahrermangels eine elegante Lösung aus Sicht der KVB. Eine bürgerfreundliche Verkehrswende geht anders! Das Konzept von Bündnis Verkehrswende Köln, nur die „Nadelöhr“-Haltestellen am Neumarkt und Heumarkt mit zusätzlichen Bahnsteigen zu ertüchtigen, um so unter Beibehaltung der 60-Meter-Bahnen und ohne Tunnelbau die Taktung zu erhöhen, muss genau und unvoreingenommen geprüft werden. Das würde der Stadt Köln ganz erhebliche Umbaukosten auf der restlichen Ost-West-Achse ersparen und eine Lösung der Probleme im Kölner Westen ermöglichen."
Dr. Viviane Fröhling, Vorsitzende der Bürgerinteressengemeinschaft Weiden e.V. (BIG Weiden)